Airbus will trotz Turbinenpanne am Auslieferungstermin für den A320neo festhalten.

Airbus will trotz Turbinenpanne am Auslieferungstermin für den A320neo festhalten.

Das könnte Airbus unter Druck setzen, den Zeitplan für die besonders spritsparende Weiterentwicklung der beliebten Mittelstreckenmaschine A320 noch einzuhalten. Airbus will die Flugzeuge bis Jahresende auch kommerziell an den Start bringen.

Das Testflugzeug mit dem Turbinenschaden war im Nahen Osten unterwegs, um das Flugzeug besonders hohen Temperaturen auszusetzen. Der Vorfall ereignete sich dann in Al Alin in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nach dem erfolgreichen Abschluss eines Testzyklus sei der Schaden an der Turbine entdeckt worden, sagte eine Sprecherin.

Eine Ersatzturbine ist bereits mit dem Transportflugzeug von Airbus, einer A400M, unterwegs. Der Austausch soll innerhalb weniger Tage erledigt sein. Die Turbinen kommen vom US-Hersteller Pratt & Whitney, der zu United Technologies gehört.

Am Ziel, mit den Kundenauslieferungen noch 2015 zu beginnen, hält der Flugzeughersteller fest, wie die Airbus-Sprecherin sagte. Der Konzern hoffe, "bald" wieder die Tests mit der gestrandeten Maschine fortsetzen zu können.

Airbus hatte Qatar Airways versprochen, der Airline noch in diesem Jahr das erste Flugzeug der A320neo zu liefern. Allerdings liegt das Testprogramm schon hinter dem Zeitplan. Komponentenfehler der Turbinen von Pratt & Whitney hatten das Programm zurückgeworfen. Das war auch der Grund dafür, dass Airbus die Maschine nicht auf der Pariser Flugzeugmesse im Sommer vorstellen konnte.

Der Flugzeugbauer hat Vorbestellungen für 4.200 Maschinen des Typs, der damit das bestverkaufte Flugzeug von Airbus ist. Neben Turbinen von Pratt & Whitney gibt es auch solche von CFM für das Flugzeug. CFM ist ein Konsortium von General Electric und Safran.

Vier weitere Testflugzeuge der A320neo seien weiterhin unterwegs, sagte die Sprecherin. Insgesamt haben die Maschinen schon 850 Flugstunden absolviert.