Wirtschaftsminister Rösler: Überdurchschnittliche inländische Großaufträge stützen die

Wirtschaftsminister Rösler: Überdurchschnittliche inländische Großaufträge stützen die Binnenkonjunktur (Bild: Bundeswirtschaftsministerium).

Das Aufschwungtempo hat nach dem außerordentlich kräftigen Wachstum in den ersten Monaten dieses Jahres eine ruhigere Gangart eingeschlagen. Zu dem Schluss kommt der Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums zur wirtschaftlichen Lage der Bundesrepublik.

Gunnar Knüpffer

Die Stimmung der Unternehmen sei ausgesprochen gut, die aktuelle Lage werde außerordentlich positiv bewertet.
Die hohen Geschäftserwartungen wurden allerdings in den vergangenen Monaten zurückgenommen. Insbesondere die Exportperspektiven wurden zuletzt etwas weniger günstig beurteilt. „Die Antriebskräfte bleiben weiter intakt, auch wenn sie im Jahresverlauf schwächere Wachstumsimpulse aussenden als noch zu Beginn dieses Jahres“, urteilt das Ministerium. „Die Wachstumsdynamik hat sich inzwischen noch stärker auf die Binnenwirtschaft verlagert. Sie ist vor allem von einer anhaltend regen Investitionstätigkeit geprägt.“
Das produzierende Gewerbe bleibe ein maßgebliche Stütze des gesamtwirtschaftlichen Wachstums. Nach leichter Abschwächung im Vormonat erhöhte sich die Erzeugung im Mai saisonbereinigt um 1,2 %. Treibende Kraft sei weiterhin die Industrie, die im Mai ebenfalls mit 1,2 % expandierte und ihr kräftiges Wachstum fortsetzen konnte (Dreimonatsvergleich: 2,7 %). Die Produktionsimpulse kommen vor allem aus dem Inland, was ein Indiz für die Stärke der Binnenkonjunktur ist. Die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen nahm im Mai saisonbereinigt um 1,8 % zu. Sie wurde durch überdurchschnittliche inländische Großaufträge gestützt, während Bestellungen aus dem Ausland zurückgingen.