Besonders die Auftragseingänge aus dem Ausland lagen im Oktober weitaus höher als erwartet (Bild:

Besonders die Auftragseingänge aus dem Ausland lagen im Oktober weitaus höher als erwartet (Bild: imageteam - fotolia.com).

FRANKFURT/BERLIN (Dow Jones/ks)–Wie das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte, stiegen die Auftragseingänge gegenüber dem Vormonat um 5,2%, nachdem sie im Vormonat um revidiert 4,6% (vorläufig: minus 4,3%) nachgegeben hatten. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten lediglich mit einem Zuwachs von 0,8% gerechnet. Nach Angaben des BMWi war der Umfang an Großaufträgen für einen Oktober durchschnittlich.

Besonders günstig entwickelten sich im Monatsvergleich die Bestellungen aus dem Ausland (plus 8,3%). Die Auftragseingänge aus dem Inland erhöhten sich um 1,4%. Die stärksten Zuwächse verbuchten die Hersteller von Investitionsgütern (plus 7,8%). Die Produzenten von Vorleistungs- und Konsumgütern meldeten ebenfalls höhere Auftragseingänge (plus 2,0% bzw. plus 1,3%).

Das BMWi verwies darauf, dass es im Oktober wieder vermehrt Großaufträge aus dem Ausland gegeben habe, was sich besonders bei den Investitionsgütern gezeigt habe. Insgesamt kommentierte das Ministerium die positive Überraschung aber zurückhaltend: “In der Tendenz bleibt die Nachfrage zurückhaltend. Die Industrieproduktion dürfte daher ihre derzeit ruhigere Entwicklung vorerst beibehalten”, hieß es.

Gleichwohl könnte die Industrieproduktion im Oktober vor dem Hintergrund der robusten Auftragsentwicklung höher gewesen sein als bisher erwartet. Das BMWi wird die Produktionsdaten für Oktober am Mittwoch veröffentlichen. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte rechnen mit einem Anstieg von 0,4%, nachdem im Vormonat ein Rückgang von 2,7% verzeichnet worden war.