Für BDI-Präsident Hans-Peter Keitel Die Realwirtschaft sei nicht Auslöser, ist die Industrie

Für BDI-Präsident Hans-Peter Keitel Die Realwirtschaft sei nicht Auslöser, ist die Industrie Betroffener und nicht Auslöser der Verschuldungs- und Finanzkrisen (Bild: BDI).

BERLIN (Dow Jones/ks)–”Die Realwirtschaft hat keine Krise, und wir sollten sie auch nicht herbeireden”, sagte Keitel. Die Industrie ziehe den Karren und wolle ihn auch ziehen. Deutschland sei ein Industrieland und müsse es auch bleiben. Die gegenwärtige Krise werde fälschlicherweise als Euro-Krise bezeichnet. Dabei sei nicht der Euro das Problem, sondern die öffentliche Verschuldung in vielen Ländern. Die Krise zeige auch den Vertrauensverlust in Regierungen, die dauerhaft mehr Geld ausgäben als sie einnähmen.

Erst im Juli hatte der BDI seine Prognose für das deutsche Wachstum im laufenden Jahr auf “deutlich über 3%” erhöht, zugleich aber auf die zunehmende Gefahr externer Schocks verwiesen. Ein erhöhtes Risiko ergebe sich durch Staatsschulden, instabile Finanzmärkte und steigende Inflationserwartungen. Aus einer rein konjunkturellen, realwirtschaftlichen Perspektive heraus sei auch für 2012 ein robustes Wachstum, deutlich über der Potenzialrate, zu erwarten, so der BDI im Juli.