Die Industrie und ihre Dienstleister tragen den aktuellen Aufschwung zu drei Vierteln, so der BDI

Die Industrie und ihre Dienstleister tragen den aktuellen Aufschwung zu drei Vierteln, so der BDI (Bild: Clupix images - Fotolia.com).

BERLIN (Dow Jones/ks)–”Der BDI sieht die deutsche Konjunktur 2011 weiter aufwärts gerichtet, allerdings wird sich die Dynamik des Aufschwungs im Laufe des Jahres etwas verringern”, erklärte der Verband am Mittwoch in Berlin weiter in seinem neuen Konjunktur-Report.

“Auch in diesem Jahr bringen Industrie und industrienahe Dienstleister die deutsche Volkswirtschaft in Schwung”, betonte der BDI. Zusammen trügen sie den aktuellen Aufschwung zu etwa drei Vierteln. Der Beitrag der Industrie liege bei rund zwei Dritteln.

Dabei verlagerten sich die Auftriebskräfte weiter von der Außen- zur Binnenwirtschaft. Wichtiger Motor der Konjunktur blieben die Ausrüstungsinvestitionen mit einem erwartetem Wachstum von gut 10%. Erweiterungsinvestitionen würden zunehmend bedeutender. Nennenswerte Impulse gingen zudem vom privaten Verbrauch aus, der von positiven Arbeitsmarkt- und Einkommensperspektiven profitiere.

Die Expansion von Weltproduktion und Welthandel treibe die deutsche Industrie trotz der Katastrophe in Japan und der politischen Entwicklungen in der arabischen Welt maßgeblich weiter an. Der BDI rechnete damit, dass die Ausfuhren in diesem Jahr um etwa 7,5% zulegen.

Obwohl die konjunkturellen Aussichten insgesamt nach wie vor gut seien, blieben “strukturelle Probleme unserer Volkswirtschaft ungelöst”, monierte der BDI aber. Zentral sei eine seit Jahren rückläufige Investitionstätigkeit am Standort Deutschland, vor allem in der Energieinfrastruktur.