BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber

"Nachhaltig ist dieses Wachstum aber nicht“, warnt BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber. - Bild: BDI/Christian Kruppa

Maßgeblich getragen wird diese wirtschaftliche Entwicklung laut BDI von der Binnenwirtschaft: Treiber sei der private Konsum, gestützt durch die anhaltend positive Entwicklung am Arbeitsmarkt und dem geringen Preisauftrieb. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Quartalsbericht Deutschland hervor.

"Nachhaltig ist dieses Wachstum aber nicht", warnt BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber. "Auch wenn unsere Volkswirtschaft wächst, brauchen wir Antworten auf die gewaltigen Herausforderungen, vor denen unser Land steht. Die Bundesregierung hat es in der ersten Hälfte der Legislaturperiode verpasst, Deutschland wirtschaftlich stärker zu machen." Nötig seien starke Impulse bei der Energiewende, der Digitalisierung und im Verkehr. "Wir erwarten von der Bundesregierung eine Politik für mehr öffentliche und private Investitionen", sagt Kerber.

Niedrige Zinsen und eine stärkere Eigenkapitalbasis der Unternehmen allein reichen laut BDI nicht aus, den Investitionen den nötigen Schub zu verleihen. Durch die schwächelnde Weltwirtschaft würden deutsche Ausfuhren nicht mehr in dem Maße steigen wie in den vergangenen Jahren. So würden die Importe in diesem Jahr stärker steigen als die Ausfuhren. Der BDI rechnet mit einem Anstieg der realen Exporte um 4,5 Prozent und der Importe um 5,3 Prozent. Geopolitische Risiken und die Börsenturbulenzen in China verunsicherten die Unternehmen zunehmend.

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