Maschinenbau Schaeffler PwC

Wie die Beratungsgesellschaft PwC unter Berufung auf ihr Maschinenbau-Barometer für das erste Quartal 2016 mitteilte, hat sich die Stimmung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau im ersten Quartal 2016 deutlich eingetrübt. - Bild: Schaeffler

Wie die Beratungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PwC) unter Berufung auf ihr Maschinenbau-Barometer für das erste Quartal 2016 mitteilte, hat sich die Stimmung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau im ersten Quartal 2016 deutlich eingetrübt. Nach 62 Prozent im Vorquartal blickten aktuell nur noch 45 Prozent der Unternehmen optimistisch auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im kommenden Jahr.

"Zu Jahresbeginn hat sich bei den deutschen Maschinenbauern eine spürbare Ernüchterung eingestellt", erläutert Frank Schmidt, Leiter des Bereichs Industrielle Produktion bei PwC. "Ausschlaggebend hierfür dürften vor allem die schlechten Konjunkturnachrichten aus China, der sanktionsbedingt rückläufige Export nach Russland sowie eine insgesamt schwierige Auftragslage der Unternehmen im ersten Quartal sein."

Weniger größere Investitionen geplant

Die exportorientierte Branche sei gerade mit Blick auf die Erwartungen für ihr Auslandsgeschäft zunehmend zurückhaltend. So sei denn auch der erwartete Anteil am Gesamtumsatz in den letzten vier Quartalen kontinuierlich gesunken. Aktuell gehen die Unternehmen laut PwC davon aus, dass sie in den nächsten zwölf Monaten nur noch etwas mehr als die Hälfte (52,8 Prozent) ihres Umsatzes aus dem Geschäft mit ausländischen Kunden generieren werden. Eine Expansion ins Ausland würden derzeit lediglich 42 Prozent der befragten Entscheider planen.

Die getrübte Stimmung spiegele sich auch in der Investitionstätigkeit der Unternehmen wider: Weniger als die Hälfte der Befragten planten in den kommenden zwölf Monaten größere Investitionen. Im Bereich Digitalisierung und Industrie 4.0 wolle lediglich jedes dritte Unternehmen seine Ausgaben in den kommenden Monaten erhöhen. "Die Investitionstätigkeit des deutschen Maschinenbaus im Bereich Digitalisierung ist noch ausbaufähig", sagte Schmidt weiter.

Europa und USA wichtigste Wachstumsmärkte vor China

Als wichtigste Wachstumsmärkte für ihre Erzeugnisse und Dienstleistungen identifizierten die befragten Maschinenbauer Europa (60 Prozent) und die USA bzw. Nordamerika (50 Prozent). China nennen weniger als ein Drittel als bedeutendsten Wachstumsmarkt; Asien allgemein landete mit 24 Prozent knapp dahinter. Trotz der anhaltenden Sanktionen nennt fast jedes fünfte Unternehmen Russland als einen der wichtigsten Wachstumsmärkte. "Die klassischen Absatzmärkte Europa und USA spielen weiterhin eine zentrale Rolle für den deutschen Maschinenbau", so Schmidt. "Die Nähe zum Kunden, eingespielte Lieferketten sowie eine gute Positionierung im Hochtechnologiesegment sind von entscheidender Bedeutung für die gesamte Branche."

Das PwC-Maschinenbau-Barometer ist die Auswertung einer Panelbefragung von ca. 100 Führungskräften im deutschen Maschinenbau. Die Befragten werden im Rahmen der vierteljährlichen Erhebung gebeten, die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Branche und ihres Unternehmens zu bewerten.