Containerschiff

Weltkonjunktur und Welthandel haben sich belebt. Das wirkt sich positiv auf die deutschen Exporte aus. - Bild: Pixabay

Insgesamt stiegen die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 105,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 8,0 Prozent höher.

Die Importe erhöhten sich um 2,2 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 85,6 Milliarden Euro. Auf Jahressicht ergab sich ein Anstieg von 9,4 Prozent.

Für Juli ergab sich damit kalender- und saisonbereinigt ein Außenhandelsüberschuss von 19,5 Milliarden Euro. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem Aktivsaldo von 21,0 Milliarden Euro gerechnet.

Der Überschuss in der Leistungsbilanz betrug nach vorläufigen Berechnungen der Bundesbank 19,4 Milliarden Euro. Ökonomen hatten 20,3 Milliarden Euro erwartet.

Gute Geschäfte mit Drittstaaten

Besonders lebhaft lief das Exportgeschäft mit Ländern außerhalb der EU, den sogenannten Drittstaaten. Die Ausfuhren in diese Länder lagen im Juli um 9,7 Prozent höher als vor einem Jahr.

Auch die Exporte in die EU-Länder liefen recht ordentlich. Sie kletterten um 6,9 Prozent. Das Exportgeschäft mit EU-Ländern, die nicht der Eurozone angehören, wie Großbritannien und Polen, legte um 6,4 Prozent zu.

Die hohen Exporte finden nicht überall Gefallen: Deutschland steht wegen seiner hohen Handelsüberschüsse regelmäßig in der Kritik, weil es viel mehr Waren ins Ausland verkauft als es von dort importiert. Dazu gibt es Risiken wie eine Abschottung des US-Marktes unter Präsident Donald Trump und die Folgen eines EU-Austritts Großbritanniens.