BERLIN (Dow Jones/ks) “Nach der fulminanten Entwicklung im Frühjahr setzt sich die Erholung der deutschen Wirtschaft fort”, erklärte das Ministerium in seinem jüngsten Monatsbericht. “Insgesamt verbreiterte sich die Basis der Auftriebskräfte merklich und die selbsttragenden Einflüsse gewannen an Bedeutung”, konstatierte das BMWi. Das “außergewöhnlich kräftige Wachstum des Bruttoinlandsprodukts” (BIP) von 2,2% im zweiten Quartal führte das BMWi auf starke außenwirtschaftliche und fiskalische Impulse, eine günstige Beschäftigungsentwicklung sowie erhebliche witterungsbedingte Nachholeffekte zurück. Im zweiten Halbjahr würden zum einen die Sondereinflüsse, die im zweiten Quartal stützend gewirkt hätten, abklingen oder entfallen. Zum anderen sei von einer Abschwächung des Expansionstempos der Weltwirtschaft auszugehen.

Die dadurch “ruhigere Gangart” werde bereits durch die vorliegenden Konjunkturindikatoren angezeigt, betonte das Ministerium. “In der Tendenz zeigen die Konjunkturindikatoren eine Fortsetzung des Erholungsprozesses der deutschen Wirtschaft im zweiten Halbjahr an”, erklärte das BMWi. Nicht zu vernachlässigen sei allerdings, dass die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der deutschen Wirtschaft wie auch der Weltwirtschaft angesichts der vielfältigen Risiken nach wie vor hoch sei.

Die privaten Konsumausgaben sollten aber im zweiten Halbjahr weiter zunehmen und positiv zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum beitragen, und vom Außenhandel dürften angesichts der anhaltenden, wenngleich sich etwas abschwächenden Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft auch in den kommenden Monaten Impulse ausgehen.