Der DIHK sieht die deutsche Industrie vor einem weiteren Boom-Jahr (Bild: imageteam - Fotolia.com).

Der DIHK sieht die deutsche Industrie vor einem weiteren Boom-Jahr (Bild: imageteam - Fotolia.com).

BERLIN (Dow Jones/ks)–Von Dow Jones Newswires befragte Bankvolkswirte hatten zuvor einen Produktionszuwachs in genau dieser Höhe prognostiziert. Im Dezember 2010 war die Produktion nach revidierten Angaben um 0,6% zurückgegangen. Ursprünglich hatte das BMWi einen Rückgang um 1,5% ausgewiesen. Auf Jahressicht nahm die Produktion im Januar um 16,0% zu, arbeitstäglich bereinigt erhöhte sie sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,5%.

Das BMWi wertete die Daten als Beleg für eine anhaltende Aufwärtsbewegung. “Die Industrieunternehmen zeigen sich nach Umfragen in bester Stimmung”, betonte das Ministerium. “Ihre Kapazitäten sind schon wieder überdurchschnittlich ausgelastet, ihre Auftragsbücher sind ordentlich gefüllt, und ihre Produktion bleibt in der Tendenz klar aufwärts gerichtet”, erklärte das BMWi. Der Jahresauftakt im Produzierenden Gewerbe sei positiv verlaufen.
Die Industrieproduktion wurde um 0,2% erhöht. Dabei wurde die Herstellung von Vorleistungsgütern um 5,3% und die von Konsumgütern um 2,8% ausgeweitet. Die Produzenten von Investitionsgütern hingegen drosselten ihren Ausstoß nach dem starken Anstieg im Vormonat um 5,5%.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) wertete die aktuellen Zahlen als gutes Zeichen. Vorbehaltlich weiterer Ölpreis-Anstiege sieht Volker Treier, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die deutsche Industrie nach wie vor auf einem beeindruckenden Wachstumskurs.
“Nach dem vielversprechenden Start steht die Industrie vor einem weiteren Boom-Jahr”, sagte Treier der Nachrichtenagentur Reuters. Weiter steigende Ölpreise könnten den Aufschwung allerdings dämpfen.

Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich Dezember/Januar gegenüber Oktober/November nahm die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe insgesamt preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,1% zu. Die Bauproduktion stand laut BMWi noch im Einfluss der witterungsbedingten Einbußen und verzeichnete ein Minus von 11,1%. Die Industrieproduktion erhöhte sich demgegenüber weiter um 0,8%. Während die Herstellung von Investitionsgütern um 2,5% und die von Konsumgütern um 0,4% zunahm, meldeten die Hersteller von Vorleistungsgütern einen Produktionsrückgang um 0,5%.

Ihr Vorjahresniveau überschritt die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Zeitraum Dezember/Januar um 14,8% und arbeitstäglich bereinigt um 11,8%. Die Industrieproduktion lag um 17,2% bzw arbeitstäglich bereinigt um 14,0% und die Bauproduktion um 7,4% sowie bereinigt um 5,5% über dem Stand von vor einem Jahr.