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Die Bundesbank geht davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im letzten Quartal des Jahres 2016 deutlich an Schwung gewonnen hat. - Bild: Bundesbank

"Dazu trugen sowohl binnen- als auch außenwirtschaftliche Faktoren bei. So stiegen die Warenexporte deutscher Unternehmen zuletzt kräftig an", erklärte die Bundesbank in ihrem Monatsbericht. "Im Verein mit dem sehr starken industriellen Auftragseingang sorgte dies für ein deutliches Plus bei der Industrieproduktion."

Auch der Bausektor habe seine Schwächephase aus dem Sommer hinter sich gelassen und wieder stärker zugelegt. Die Stimmungsindikatoren eilten hier von Rekord zu Rekord, und auch in anderen Branchen schätzten die Unternehmen ihre Geschäftslage als sehr günstig ein. Schließlich seien wohl weiterhin positive Impulse vom privaten Verbrauch gekommen.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat bereits eine Schätzung für das vierte Quartal 2016 abgebeben. Demnach dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um etwa 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen sein. Die Berechnungen beruhten aber nur auf vorläufigen Zahlen. Im dritten Quartal war die Wirtschaft nur um 0,2 Prozent gewachsen.

Im gesamten Jahr 2016 ist die deutsche Wirtschaft einer Schätzung von Destatis zufolge um 1,9 Prozent gewachsen. Dieses robuste Wachstum dürfte aber in diesem Jahr nicht zu halten sein, nicht zuletzt wegen der vielen Risiken in Europa und der Welt, die die Stimmung dämpfen. Zu den Risiken zählen der nebulöse Kurs des US-Präsidenten Donald Trump sowie die Wahlen in Frankreich und den Niederlanden, bei denen Anti-EU-Politiker das Rennen machen könnten.