Rosige Aussichten - allein in 2017 verzeichnete die deutsche Wirtschaft ein Wachstum von 2,2 Prozent.

Rosige Aussichten - allein in 2017 verzeichnete die deutsche Wirtschaft ein Wachstum von 2,2 Prozent. - Bild: Pixabay

„Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Hochkonjunkturphase“, schreibt die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Die gefüllten Auftragsbücher der Industrie und die gute Stimmung in der gesamten Wirtschaft sprechen aus Sicht der Notenbank dafür, dass das hohe Expansionstempo des vergangenen Jahres nach dem Jahreswechsel anhält. „Dabei bleibt die Industrie angesichts des zuletzt sehr hohen Auftragszuflusses wohl der wesentliche Treiber des Aufschwungs.“

Gute Aussichten auf Hochkonjunktur

Auch die Rahmenbedingungen für den privaten Konsum bleiben nach Einschätzung der Bundesbank gut. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist historisch günstig. Zudem dürften die Verdienste angesichts des kräftigen Wirtschaftswachstums und zunehmender Personalengpässe steigen, argumentierte die Notenbank. Der Fachkräftemangel könnte allerdings eine noch stärke wirtschaftliche Expansion bremsen.

Die deutsche Wirtschaft war im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 2,2 Prozent gewachsen. Es war das stärkste Plus seit 2011. Der deutsche Staat nahm dank des Konjunkturbooms und niedriger Arbeitslosigkeit erneut mehr Geld ein als er ausgab. Auf 38,4 Milliarden Euro summierte sich der Überschuss bei Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialkassen.

Die Bundesbank mahnte mit Blick auf den Koalitionsvertrag, es sei für eine mittel- bis langfristig orientierte Finanzpolitik empfehlenswert, moderate Überschüsse anzustreben. „Generell sind bei zusätzlichen Haushaltslasten die langfristigen
Perspektiven im Blick zu halten, da die deutschen Staatsfinanzen aufgrund der demografischen Entwicklungen vor großen Herausforderungen stehen.“ Dies gelte insbesondere für die gesetzliche Rentenversicherung.