Wirtschaft, China, Einkaufsmanagerindex

Die chinesische Wirtschaft steigt trotz Gegenwind auch im November weiter an. - Bild: Pixabay

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes legte auf 51,8 von 51,6 im Oktober zu, wie die Statistikbehörde des Landes mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit 51,5 gerechnet. Mit dem November liegt der Index nun 16 Monate am Stück über der Schwelle von 50. Ein Wert darüber weist auf eine Expansion der Wirtschaft hin, während ein Wert darunter eine Schrumpfung anzeigt.

Wachstumsschwung trotz Gegenwind

Chinas Wirtschaft zeigt damit eine überraschende Stärke, obwohl die Regierung sich darum bemüht, Überschusskapazitäten abzubauen, die Luftverschmutzung zu reduzieren und die Schuldenberge von Unternehmen und Finanzsektor unter Kontrolle zu bringen. Trotz dieses Gegenwinds habe sich der Wachstumsschwung im vierten Quartal bislang erhalten, sagte Volkswirt Liu Xuezhi von der Bank of Communications.

Nach einem Rückgang des Einkaufsmanagerindex im Oktober hatten einige Beobachter befürchtet, nun werde sich das Wirtschaftswachstum verlangsamen. Andere hatten den Rückgang aber nur auf eine längere Ferienzeit und den Kongress der Kommunistischen Partei zurückgeführt. In dieser Zeit wurden Luftverschmutzer in Peking geschlossen, um die Luft in der Hauptstadt besser zu machen. Liu sagte, nun habe sich die Wirtschaft von dem schwächeren Vormonat wieder erholt, auch dank der Exportnachfrage.

Der Dienstleistungssektor bekam unterdessen einen Schub durch den "Singles' Day", an dem sich allein lebende Menschen mit Einkäufen selbst beschenken. Der Einzel- und Großhandel sowie der Internet und Logistiksektor legten alle kräftig zu im November. Dies ließ den Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen auf 54,8 von 54,3 im Oktober steigen.