China will einem Zeitungsbericht zufolge die Exportquoten für seltene Metalle in der ersten Hälfte des nächsten Jahres um bis zu 30% reduzieren.

SCHANGHAI (Dow Jones/ks)–Mit diesem Schritt solle eine Überausbeutung der Lagerstätten vorgebeugt werden, sagte ein Vertreter des Handelsministeriums, der ungenannt bleiben wollte, der Zeitung “China Daily” (Dienstagausgabe).

Chinas Reserven würden bei bestimmten Metallen in den nächsten 15 bis 20 Jahren erschöpft sein, sollte die gegenwärtige Förderquote beibehalten werden, sagte der Beamte weiter. Dem Zeitungsbericht zufolge hat China den Export von sogenannten Seltenen Erden in der zweiten Jahreshälfte 2010 um 72% auf 7.976 Tonnen zurückgefahren.

Der Abbau von Vorkommen von Seltenen Erden ist sehr kostenintensiv. China besitzt eine dominierende Stellung bei Seltenen Erden mit einem Weltmarktanteil von rund 90% und hat in den vergangenen Jahren die Exportmenge stetig gedrosselt. China möchte mit dieser Politik erreichen, dass die Produktion von Schlüsseltechnologien im eigenen Land durchgeführt wird. Experten befürchten jedoch seit längerem, dass China diese Vormachtstellung auch in politischen Konfliktfällen als Druckmittel einsetzen könnte.