"Die inländische Nachfrage ist immer noch träge", sagte Ökonom Kevin Lai von Daiwa Capital.

"Die inländische Nachfrage ist immer noch träge", sagte Ökonom Kevin Lai von Daiwa Capital. "Anders als in den USA sieht auch die Situation bei den Exporten nicht sonderlich stark aus". - Bild: Fotolia

Die Exporte sanken im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent, die Importe gaben um 12,7 Prozent nach, wie aus den Daten der chinesischen Zollbehörde hervorgeht. Die vom Wall Street Journal befragten Ökonomen hatten einen Exportanstieg um rund 10 Prozent und einen Rückgang der Importe um 12 Prozent gerechnet.

“Die inländische Nachfrage ist immer noch träge”, sagte Ökonom Kevin Lai von Daiwa Capital. “Anders als in den USA sieht auch die Situation bei den Exporten nicht sonderlich stark aus”.

Im Februar waren die Einfuhren noch um 48,3 Prozent in die Höhe geschossen, während die Importe um 20,5 Prozent rückläufig waren. Der Handelsüberschuss belief sich auf 3,08 Milliarden US-Dollar, weit unter den 60,6 Milliarden Dollar im Vormonat.

Die Exporte haben für die chinesische Wirtschaft nicht mehr den Stellenwert, den sie einst hatten. Die fehlende Ausweitung dieses Bereichs belastet die stotternde Wirtschaft jedoch weiterhin.

Die chinesische Wirtschaft ist letztes Jahr um 7,4 Prozent gewachsen, es war das schwächste Wachstum seit 24 Jahren. Für dieses Jahr geht die Regierung von einer weiteren Abschwächung auf 7 Prozent aus.

Peking hat bereits eine Reihe von Schritten unternommen, um die Wirtschaft anzukurbeln wie höhere Infrastrukturausgaben oder eine Absenkung der Strompreise. Zudem wurden die Zinsen zwei Mal gesenkt, um die Kreditvergabe zu erhöhen.

Die Daten für des erste Quartal werden am Mittwoch veröffentlicht. Viele Ökonomen gehen von einem Wirtschaftswachstum von weniger als 7 Prozent aus.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht