Chinas Exporte sinken überraschend: Ökonomen hatten mit einem Anstieg um 4 Prozent gerechnet,

Chinas Exporte sinken überraschend: Ökonomen hatten mit einem Anstieg um 4 Prozent gerechnet, nachdem die Ausfuhren im Dezember noch um knapp 10 Prozent geklettert waren. - Bild: kru

Ökonomen hatten mit einem Anstieg um vier Prozent gerechnet, nachdem die Ausfuhren im Dezember noch um knapp zehn Prozent geklettert waren.

Und auch im Inland läuft es schlechter. Die Importe brachen sogar um 19,9 Prozent ein. Hier hatten Ökonomen lediglich einen Rückgang um 3,3 Prozent erwartet, nachdem die Einfuhren um Dezember bereits um 2,4 Prozent sanken. Der Handelsüberschuss weitete sich entsprechend auf 60 Milliarden nach knapp 50 Milliarden US-Dollar im Dezember aus. Ökonomen hatten mit 48,4 Milliarden Dollar gerechnet.

“Der Industriesektor steht unter großem Druck, da sowohl die Nachfrage im Inland als auch im Ausland weiterhin schwach ist”, erklären die ANZ-Ökönomen Li-Gang Liu und Hao Zhou.

Manche Beobachter geben allerdings zu bedenken, dass die neuen Daten möglicherweise nicht ganz so aussagekräftig sind. Beispielsweise beginnt das chinesische Neujahrsfest, das wichtigste Fest im chinesischen Kalender, dieses Jahr am 18. Februar. Vergangenes Jahr begann es bereits Ende Januar. Viele Werke schließen im Vorfeld die Tore, da ausländische Arbeitskräfte während der Zeit in die Heimat fahren. Zudem gebe es weitere Effekte, die den Vergleich mit dem Vorjahr erschwerten.

“Ich gehe davon aus, dass wir uns den Januar und den Februar als ganzes ansehen werden müssen, um ein realistisches Bild zu erhalten”, sagte Larry Hu, Ökonom bei Macquarie Group.

Insgesamt bestätigen die schwachen Daten aber das Bild der insgesamt flauen chinesischen Wirtschaft. Im vergangenen lag das Wirtschaftswachstum bei 7,4 Prozent – das war der geringste Zuwachs seit 24 Jahren. Beobachter erwarten, dass Peking das Wachstumsziel 2015 auf 7,0 Prozent senken wird.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke