Weniger Import und Export in China. Foto: Andy Graf/pixabay

Weniger Import und Export in China. Foto: Andy Graf/pixabay

Zwar schrumpften die Ausfuhren nicht ganz so stark wie von Ökonomen befürchtet. Es mehren sich aber die Anzeichen dafür, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zum Jahresende weiterhin mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat.

Die Exporte sanken im vergangenen Monat um 3,7 Prozent in US-Dollar, wie die chinesische Zollverwaltung mitteilte. Im Monat zuvor war der Rückgang mit 5,5 Prozent noch stärker gewesen. Wesentlich deutlicher ging es im September bei den Importen mit 20,4 Prozent nach unten. Im August lag der Rückgang bei 13,8 Prozent. Der chinesische Handelsbilanzüberschuss stieg leicht auf 60,3 Milliarden nach 60,2 Milliarden Dollar im Vormonat.

"Die Exporte im September sehen etwas besser aus als erwartet", meint HSBC-Ökonom Ma Xiaoping. Angesichts des Weihnachtsgeschäfts dürften die Handelsdaten zum Jahresende anziehen. "Wenn man aber saisonale Faktoren mit einberechnet, sehe ich weltweit gesehen bei der Nachfrage keine große Belebung."

Auch wenn das Bild bei den Ausfuhren etwas besser aussieht als am Markt erwartet, sind die Daten Ökonomen zufolge ein weiteres Anzeichen dafür, dass das Wachstum insgesamt hinter den Erwartungen zurückbleiben dürfte. Peking hat sich für das Gesamtjahr eine Wachstumsrate von 7 Prozent zum Ziel gesetzt. Wenn kommende Woche die Daten für das dritte Quartal vorgelegt werden, dürfte dieses Ziel unterschritten werden.

Die Regierung signalisiert aber Optimismus. Die chinesischen Exporte sollten im vierten Quartal nach den Rückgängen in den beiden Quartalen zuvor wieder steigen, erklärte Huang Songping, Sprecher der Zollbehörde. Der Rückgang bei den Importen dürfte sich verringern. Dabei verwies er auf eine ganze Reihe an Maßnahmen, wie Steuersenkungen oder einfachere Verfahren, die die Regierung in den vergangenen Wochen auf den Weg gebracht hat, um den Handel zu beleben.