China Einkaufsmanagerindex

Der chinesische Einkaufsmanagerindex lag im Juli bei 49.9 Punktem. - Bild: Etereuti/Pixabay

Volkswirte hatten nicht mit einem Rückgang gerechnet, im Juni lag der Index noch bei 50,0 Punkten. Unterdessen legte der private Einkaufsmanager-Index des Markit-Instituts und des Medienhauses Caixin überraschend auf 50,6 Zähler nach 48,6 Punkten im Juni zu. Somit deutete der Index, der nach Aussage von Ökonomen die Entwicklung der kleinen und privaten Firmen besser darstellt, das erste Mal seit einer 17 Monate langen Durststrecke wieder ein Wachstum an.

"Das ist ein sehr gemischtes Bild, und wir müssen ein wenig vorsichtig mit den Daten sein", sagte Commerzbank-Volkswirt Zhou Hao. Die Verbesserung beim privaten Einkaufsmanager-Index bedeute nicht, dass es auch eine Erholung in der Privatwirtschaft gebe, so Hao. Beim offizielle Einkaufsmanagerindex haben die Subindizes für Auftragseingang, Produktion und Ausfuhren alle nachgegeben, während beim Caixin diejenigen für Produktion, Bestellungen und Kaufaktivitäten alle höher liegen.

Einige Volkswirte neigen dazu, den Daten aus dem Privatsektor mehr Vertrauen zu schenken, als den Daten der Nationalen Statistikbehörde. Bei den offiziellen Daten gibt es die Befürchtung, dass sie ein besseres Bild der Wirtschaftsentwicklung zeigen, als es wirklich der Fall ist. Volkswirte gehen davon aus, dass China die Infrastrukturausgaben weiter intensiviert und die lockere Geldpolitik beibehält, um das jährliche Wachstumziel von 6,5 bis 7 Prozent zu erreichen. Im zweiten Quartal fiel das BIP in China mit einem Wachstum von 6,7 Prozent besser als erwartet aus.