China

Warnschuss des IWF: China soll sich schnell um seine Schulden kümmern. - Bild: hbieser/pixabay

Das sei ein ernstes und zunehmendes Problem, das China schnell angehen müssen, um mögliche Gefahren für das eigene Wirtschaftssystem und die Welt zu verhindern, sagte IWF-Vizechef David Lipton auf einer Konferenz in Shenzhen.

Die Gesamtverschuldung in China liege zwar mit 225 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im weltweiten Vergleich nicht außergewöhnlich hoch. Doch die Unternehmen seien mit 145 Prozent des BIP verschuldet, und das sei ein hoher Wert, sagte Lipton. Der Schuldenberg sei die Verwerfungslinie für die chinesische Wirtschaft.

Die Erfahrungen anderer Länder, in denen die Schulden rasch gestiegen waren, unterstreiche die Notwendigkeit, rasch sowohl auf Seiten der Gläubiger als auch der Kreditnehmer etwas zu tun. Zudem müssten Fragen der guten Unternehmensführung geklärt werden, die Wurzel des Problems seien, sagte Lipton.

Prägend für China seien die Staatsunternehmen, die rund 55 Prozent der Schulden stünden, aber nur 22 Prozent zur Wirtschaftskraft des Landes beitrügen. In Zeiten eines sich abschwächenden Wirtschaftswachstums hätten die Unternehmen es schwerer, ihre Verbindlichkeiten zu bedienen, was Banken mit einem Ansteigen der faulen Kredite belaste. In China gebe es - konservativ geschätzt - das Potenzial für uneinbringliche Kredite im Umfang von 7 Prozent des BIP. Der Kreditboom im vergangenen Jahr verschärfe die Situation nur.