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Das Wirtschaftswachstum in China betrug 2016 6,7 Prozent. - Bild: Pixabay

Das Wachstum 2016 lag damit innerhalb der von Peking anvisierten Spanne von 6,5 bis 7 Prozent. Gleichwohl war es das dritte Jahr in Folge mit dem schwächsten Wachstum in 25 Jahren. Zudem sind Ökonomen der Ansicht, dass China dieses Wachstum nur dank kurzfristiger Stützungsmaßnahmen erreicht hat und dafür wichtige Reformen verschoben wurden. Zu den Problemen zählen die Experten die aufgeblähten Staatskonzerne sowie das ineffiziente Finanzsystem des Landes.

Für dieses Jahr wird erwartet, dass Peking auf die bekannten Instrumente wie Staatsausgaben setzt, um die Wirtschaft stabil zu halten.

"Das vierte Quartal war noch recht solide, aber wir sehen Anzeichen für Abwärtsrisiken", sagte Ökonom Shuang Ding von Standard Chartered. "Die Reformen werden in diesem Jahr schrittweise umgesetzt und nicht radikal, denn Stabilität hat oberste Priorität."

Chinas Staatspräsident Xi Jinping hatte diese Woche in seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine Wachstumsrate von 6,7 Prozent signalisiert. Xi sagte, China sei in eine Phase der "neuen Normalität" eingetreten, mit einem stabilen aber nachhaltigem Wachstum, das von Konsum und Dienstleistungen getragen werde.

Angesichts der Stimulierungsmaßnahmen Pekings hat der Internationale Währungsfonds seine Prognose für das diesjährige chinesische Wirtschaftswachstum jüngst um 0,3 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent angehoben. Gleichzeitig warnte der Fonds vor der Abhängigkeit von schuldenfinanzierte Investitionen und vor einer deutlicheren Verlangsamung des Wachstums in den kommenden Jahren.