WIESBADEN (Dow Jones/rm). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag weiter weiter mitteilte, stiegen die deutschen Ausfuhren im dritten Quartal insgesamt um 21,5% gegenüber dem Vorjahresquartal auf 244,9 Mrd EUR. Preisbereinigt erhöhten sie sich um 17,9%.

Die Exporte in die Mitgliedstaaten der EU nahmen um nominal 16,5% auf 144,5 Mrd EUR zu, wobei Waren im Wert von 96,6 Mrd EUR (plus 15,9%) in die Länder der Eurozone geliefert wurden. Haupthandelspartner Frankreich bezog im dritten Quartal Waren im Wert von 21,7 Mrd EUR aus Deutschland und somit 13,0% mehr als im Vorjahreszeitraum. In die Niederlande lieferte Deutschland Waren im Wert von 15,8 rd EUR (plus 22,3%). Die Exporte nach Polen zogen um 23,2% auf 9,9 Mrd EUR an. Nach Großbritannien wurden Güter im Wert von 15,5 Mrd EUR (plus 9,6%) ausgeführt.

Der deutlichste Zuwachs von 29,6% wurde der Statistikbehörde zufolge bei den Ausfuhren in Drittländer erzielt. In die Länder außerhalb der EU wurden im dritten Quartal Waren im Wert von insgesamt 100,5 Mrd EUR exportiert. Die meisten Exporte gingen dabei in die USA: ihr Wert erhöhte sich um 32,4% auf 17,1 Mrd EUR. Die Ausfuhren nach China kletterten um 34,3% und lagen bei 13,7 Mrd EUR. Der Wert der Exporte nach Russland legte um 42,4% auf 7,4 Mrd EUR zu.

Nach Deutschland eingeführt wurden im dritten Quartal Waren im Wert von 205,5 Mrd EUR, das waren 24,2% mehr als im Vorjahreszeitraum. Aufgrund gestiegener Preise, vor allem bei den Einfuhren von Energieträgern und Rohstoffen, verzeichneten die Importe in der realen Abgrenzung jedoch einen niedrigeren Zuwachs und zwar von 16,6%.

Auch bei den Einfuhren stammte mehr als die Hälfte (56%) aus den EU-Mitgliedstaaten. Die Importe aus den EU-Ländern legten 22,5% auf 114,8 Mrd EUR zu, wobei sich die Einfuhren aus den Ländern der Eurozone auf 77,1 Mrd EUR beliefen. Der Warenverkehr mit den Drittländern stieg auch bei den Einfuhren überdurchschnittlich, und zwar um 26,5% auf 90,8 Mrd EUR. Eine deutliche Steigerung wurde mit plus 40,3% für Warenlieferungen aus China nachgewiesen, deren Wert im dritten Quartal bei 20,7 Mrd EUR lag.