Trotz leichter Rückgänge bei Umsatz und Produktion im dritten Quartal bleibt die Chemieindustrie

Trotz leichter Rückgänge bei Umsatz und Produktion im dritten Quartal bleibt die Chemieindustrie optimistisch (Bild: Bayer).

FRANKFURT (Dow Jones). Der VCI prognostiziert weiterhin, dass der Umsatz 2011 um 5% auf einen neuen Rekordwert von über 180 Mrd Euro steigen wird. Für 2012 erwartet der VCI vor dem Hintergrund einer sich abkühlenden Weltwirtschaft und unter der Annahme eines deutschen Wirtschaftswachstum von 1%, “dass es weiter aufwärts geht”.

Der Umsatz sank im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal saisonbereinigt um 1%, die Produktion ging um 2% zurück. Die Kapazitätsauslastung betrug 84% und lag damit im Normalbereich. Der VCI erklärte hierzu, wegen der schlechteren Stimmung in der Wirtschaft hätten die Kunden der chemischen Industrie trotz voller Auftragsbücher weniger Chemikalien bestellt und stattdessen ihre Lagerbestände abgebaut. “Ein Teil der Kunden hoffte wegen leicht rückläufiger Rohstoffpreise auf Preissenkungen und hielt Bestellungen deswegen zurück. Die Chemieunternehmen reagierten auf den Nachfragerückgang im In- und Ausland, indem sie ihre Produktion anpassten”, erläuterte der VCI.

VCI-Präsident Engel erwartet gleichwohl, dass 2011 ein gutes Jahr wird: “Aufgrund der guten Auftragslage haben unsere industriellen Kunden ihre Produktion erneut ausgedehnt. Wenn die Lagerbestände aufgebraucht sind, werden sie wieder mehr Chemikalien bestellen”, kalkulierte er.

Für 2012 ist der Verband vorsichtiger. Seiner Aussage nach verunsichern die von Monat zu Monat nach unten korrigierten Wachstumsprognosen die Realwirtschaft. Deshalb würden in den Konzernzentralen vorsorglich unterschiedliche Szenarien durchgerechnet. “Diese Planspiele helfen den Unternehmen, sich flexibel auf ein sich rasch änderndes Umfeld einzustellen”, erklärte der VCI.