Exporte Deutschland Importe Rückgang

Die Exporte Deutschlands sinken. - Bild: Andi_Graf/Pixabay

Im Vergleich zum Vorjahresmonat fielen die Exporte um 10,0 Prozent. Nach Auskunft der Statistiker kam allerdings auch ein Basiseffekt zum Tragen: Der Juli des Vorjahres war ein extrem guter Monat für die Exporteure.

Die Importe gaben im Juli ebenfalls nach: Im Vergleich zum Vormonat sanken sie um 0,7 Prozent auf 77,7 Milliarden Euro. Auf Jahressicht ergab sich ein Rückgang um 6,5 Prozent.

Für Juli ergab sich kalender- und saisonbereinigt ein Außenhandelsüberschuss von 19,4 Milliarden Euro. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem größeren Aktivsaldo von 22,7 Milliarden Euro gerechnet.

Der Überschuss in der Leistungsbilanz betrug nach vorläufigen Berechnungen der Bundesbank 18,6 Milliarden Euro. Ökonomen hatten einen höheren Überschuss von 22,9 Milliarden Euro erwartet.

Seit geraumer Zeit kommt die globale Konjunktur einfach nicht richtig in Fahrt. Wichtige Belastungsfaktoren sind der Brexit-Beschluss, weltweit gesunkene Rohstoffpreise und die flaue Binnennachfrage in China; in Brasilien herrscht eine regelrechte Wirtschaftskrise und Russland arbeitet sich nur ganz langsam aus der Rezession heraus, Japan tritt weiter auf der Stelle, und auch in den USA läuft die Konjunktur nicht wirklich rund.

In praktisch alle Weltregionen gingen die deutschen Exporte zurück: Die Exporte in Länder außerhalb der EU, die sogenannten Drittstaaten, fielen um 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neben den Schwellenländern wie China, Indien, Russland und Brasilien zählen dazu auch die USA.

Auch das Exportgeschäft in Europa lief schwach: In die Eurozone wurden 6,0 Prozent weniger exportiert. Mit EU-Ländern, die nicht der Eurozone angehören, wie Großbritannien und Polen, sank das Exportgeschäft sogar um 8,8 Prozent. In die Gesamtheit der EU-Länder wurden 7,0 Prozent weniger Güter und Dienstleistungen exportiert.