Die Importpreise in Deutschland sind im September des laufenden Jahres etwas stärker gestiegen als erwartet.

WIESBADEN (Dow Jones/ks)–Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag berichtete, kletterte der Index der Einfuhrpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,3%. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten nur ein Plus von 0,1% prognostiziert. Im Jahresvergleich wurde ein Importpreisanstieg von 9,9% registriert. Hier war im Vorfeld ein Anstieg von 9,6% erwartet worden. Im Vormonat waren die Importpreise um 0,2% im Monats- und um 8,6% im Jahresvergleich gestiegen.

Wie die Statistiker erläuterten, ist die Preissteigerung auf Jahressicht vor allem auf höhere Preise für Energie, Rohstoffe und Metalle zurückzuführen. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnissse lag den Angaben zufolge im September um 0,4% höher als im Vormonat, während sich im Vergleich mit dem Vorjahr eine Steigerung um 8,0% ergab.

Energie verteuerte sich im September binnen Jahresfrist um 27,9%. Bei den Rohstoffen war Eisenerz um 90,1% teurer. Die Importpreise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lagen um 26,7% höher. Das zur Stahlerzeugung verwendete Nickel verteuerte sich im um 44,8%, die Rohkupferpreise stiegen um 36,8%. Im Nahrungsmittelsektor stiegen die Importpreise für Getreide um 49,7%.

Der Index der Ausfuhrpreise lag im September um 4,6% über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vormonat wurde ein Anstieg um 0,3% registriert.