Auftragseingang

Die deutsche Industrie schnurrt: Im September gingen mehr Aufträge ein als erwartet. - Bild: Pixabay

Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten dagegen einen Rückgang von 1,3 Prozent prognostiziert. Der vorläufig für den Vormonat gemeldete Anstieg von 3,6 Prozent wurde auf 4,1 Prozent revidiert.

Die Aufträge aus dem Inland sanken um 0,1 (August: plus 3,2) Prozent, die aus dem Ausland stiegen um 1,7 (plus 4,7) Prozent. Die Auftragseingänge aus dem Euroraum erhöhten sich um 6,3 (minus 0,1) Prozent - der erste Anstieg nach drei Rückgängen in Folge. Das Niveau des Vorjahresmonats überstiegen die Bestellungen arbeitstäglich bereinigt um 9,5 (8,3) Prozent. Das Volumen der Großaufträge war unterdurchschnittlich.

Die Bestellungen für Investitionsgüter erhöhten sich um 4,9 (1,7) Prozent, die für Vorleistungsgüter sanken um 4,0 (plus 7,4) Prozent und die für Konsumgüter verringerten sich um 2,8 (plus 6,0) Prozent.

"Die Bestelltätigkeit hat sich auf hohem Niveau weiter erhöht. Das verbesserte Geschäftsklima in der Industrie deutet darauf hin, dass sich der Aufschwung im Verarbeitenden Gewerbe fortsetzen wird", kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) die Zahlen.

Der Umsatz in der deutschen Industrie ist im September allerdings deutlich gesunken. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) verringerte er sich gegenüber dem Vormonat preisbereinigt um 1,8 Prozent. Das deutet darauf hin, dass auch die Produktion im September spürbar zurückgegangen ist. Der für August vorläufig gemeldete Anstieg um 3,6 Prozent wurde auf 3,5 Prozent revidiert.

Die September-Daten zur Produktion im produzierenden Sektor veröffentlicht Destatis am Dienstag (8.00 Uhr). Analysten erwarten bisher einen Rückgang von 0,9 Prozent.