SKF, Standort, Schweinfurt

Solides Wachstum für die deutsche Industrie im November. - Bild: SKF

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Industrie sank zwar auf 54,3 Punkte von 55,0 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut bei einer zweiten Veröffentlichung mitteilte. Allerdings signalisiert das Konjunkturbarometer ab 50 Zählern bereits ein Wachstum. Zugleich wurde der bisherige Jahresdurchschnittswert von 53,0 Punkten ein weiteres Mal markant überschritten.

Im Zuge des ersten Ausweises war ein Indexrückgang auf 54,4 Punkte berichtet worden. Volkswirte hatten im Mittel mit einer Bestätigung des ersten Ausweises gerechnet. "Die deutsche Industrie befindet sich nach wie vor in bester Verfassung", sagte IHS-Markit-Ökonom Oliver Kolodseike. Zugleich stiegen die Einkaufspreise fast auf ein Fünfjahreshoch.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung von rund 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern der verarbeitenden Industrie in Deutschland.

Positive Signale aus dem Euroraum

Auch in der Eurozone ist die Geschäftsaktivität im verarbeitenden Gewerbe im November gestiegen. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Sektor legte leicht auf 53,7 Punkte zu, wie das IHS Markit Institut bei einer zweiten Veröffentlichung mitteilte. Das ist der höchste Wert seit Januar 2014.

Schon bei der ersten Veröffentlichung war ein Wert von 53,7 Zähler ausgewiesen worden, Volkswirte hatten eine Bestätigung dieses ersten Ausweises erwartet. Im Oktober hatte der Index bei 53,5 Punkte gelegen. Ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum.

"Die Industrieunternehmen der Eurozone verzeichneten im November den besten Geschäftsverlauf seit nahezu drei Jahren", kommentierte Markit-Chefökonom Chris Williamson. "Begünstigt vom schwachen Außenwert des Euro und der anziehenden Nachfrage, konnten sie die politische Unsicherheit weitgehend abschütteln."

Die Ergebnisse basieren auf der Befragung von rund 3.000 Industrieunternehmen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Irland und Griechenland. Diese Länder repräsentieren etwa 90 Prozent der industriellen Geschäftstätigkeit in der Eurozone.