In China deutet laut gtai vieles darauf hin, dass sich der 2010 noch überhitzte Markt für die

In China deutet laut gtai vieles darauf hin, dass sich der 2010 noch überhitzte Markt für die Maschinenbauer in diesem Jahr etwas beruhigt(Bild: Fotolia - Oliver J. Graf).

BERLIN /BONN (gk). Nach zwei Krisenjahren ist Russland wieder ein attraktiver Markt für die deutschen Maschinenbauer. Bei Baumaschinen sind die deutschen Lieferungen im ersten Quartal 2011 um 206% auf 109 Mio Euro gestiegen, so der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA). Der Verein deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) erwartet für dieses Jahr Zuwächse im Russland-Geschäft um rund 8%. Immer wichtiger sei allerdings das Engagement deutscher Hersteller in Russland selbst, um gute Geschäfte zu machen. Ein Beispiel dafür ist die Gildemeister AG, die in der Region Uljanowsk eine eigene Fabrik plant: “Solche Projekte sind der russischen Staatsführung natürlich willkommen. Sie will dem eigenen Maschinenbau und vor allem den Werkzeugmaschinenfabriken wieder auf die Sprünge helfen. Zu Sowjetzeiten war das Land weltweit der drittwichtigste Hersteller von Metallbearbeitungsmaschinen. Heute liegt Russland nur noch auf Platz 22″, so Gerit Schulze, Repräsentant von Germany Trade & Invest in Moskau.

In China deutet vieles darauf hin, dass der 2010 noch überhitzte Markt sich in diesem Jahr etwas beruhigt. Die Zuwachsraten der Umsätze im Maschinenbau sind 2011 im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar um 14,4 Prozentpunkte gesunken, liegen aber immer noch bei 29,1%: “Insbesondere der Kfz-Sektor zeigt Bremsspuren. Doch die Investitionen in Sparten wie Chemie, aber auch der Elektronik und der Elektrotechnik steigen immer noch überdurchschnittlich”, so der Repräsentant von Germany Trade & Invest in Shanghai, Bernhard Schaaf.

Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen, um eine höhere Wertschöpfung und einen höheren Markenwert zu erreichen; das ist einer der Punkte des Strategiepapiers und Aktionsplanes für den Maschinenbau, den die türkische Regierung jetzt vorgelegt hat. Das Ziel sei, so Marcus Knupp von Germany Trade & Invest in Istanbul , ein Exportvolumen von 100 Mrd US-Dollar bis 2023 zu erreichen: “Außerdem sollen die Finanzierungsmöglichkeiten verbessert, die Qualifikationsbasis erhöht und die Forschung und Entwicklung im Maschinenbau unterstützt werden”, Marcus Knupp weiter.

In den USA nähert sich der Verkauf von Werkzeugmaschinen wieder dem Vorkrisenniveau, auch wenn die Branchenentwicklung unstetig ist: “Im April fiel der Absatz von Werkzeugmaschinen im Vergleich zum März zwar um 21%, stieg aber im Vergleich zum April 2010 um 74,9 Prozent an. Betrachtet man das gesamte Quartal und vergleicht es mit dem Vorjahr, verzeichnet die Branche einen Zuwachs von 105,3%”, so Ullrich Umann, GTAI-Repräsentant in New York.