Enttäuschende Auftragseigänge haben deutsche Firmen dazu veranlasst die Fertigung runterzufahren.

Enttäuschende Auftragseigänge haben deutsche Firmen dazu veranlasst die Fertigung runterzufahren. - Bild: Harting

Die Produktion im produzierenden Gewerbe stieg im Februar gegenüber dem Vormonat nur geringfügig um 0,2 Prozent, wie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) am Donnerstag in Berlin mitteilte. Befragte Volkswirte hatten mit einer Stagnation (0,0 Prozent) gerechnet. Die Ergebnisse vom Januar wurden gar auf minus 0,4 Prozent abwärts revidiert nach zuvor ursprünglich genannten 0,6 Prozent.

Für das marginale Plus im Februar sorgten die Industrieproduktion, die um 0,5 Prozent zulegte, sowie eine um 1,2 Prozent erhöhte Energieerzeugung. Die Erzeugung im Baugewerbe nahm hingegen deutlich um 3,1 Prozent ab. “Nach dem witterungsbedingt hohen Produktionsniveau im Januar fiel die Entwicklung im Baugewerbe im Februar erwartungsgemäß schwächer aus”, kommentierte das Wirtschaftsministerium diese Entwicklung.

Insgesamt lag die durchschnittliche Produktion in den ersten beiden Monaten dieses Jahres den Angaben zufolge über dem Ergebnis des Schlussquartals im vergangenen Jahr. “Angesichts der positiven Stimmung in den Unternehmen dürfte die Produktion im produzierenden Gewerbe im ersten Vierteljahr insgesamt leicht zulegen”, hieß es aus dem Ministerium.

Wie bereits am Mittwoch mitgeteilt wurde, hat die deutsche Industrie im Februar beim Auftragseingang einen überraschenden Rückschlag erlitten. Die gesamten Auftragseingänge fielen preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,9 Prozent gegenüber dem ebenfalls schon schwachen Januar, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte.

Einen aktuellen Ausblick auf die Möglichkeiten im produzierenden Gewerbe bietet die Hannover Messe, die am Sonntag eröffnet wird. Partnerland ist Indien, das die Möglichkeit nutzen will, Impulse für sein produzierendes Gewerbe sowie Auslandsinvestitionen zu setzen. Zur Eröffnung sprechen am Sonntagabend Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der indische Premier Narendra Modi.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht