Produktion

Die Produktion in Deutschland hat im Mai die Erwartungen der Analysten übertroffen. - Bild: Pixabay

Die von Dow Jones Newswires befragten Ökonomen hatten lediglich einen Zuwachs von 0,3 Prozent erwartet. Die für April zunächst genannte Steigerung um 0,8 Prozent wurde auf 0,7 Prozent revidiert.

Die Industrieproduktion erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um 1,3 (plus 0,4) Prozent, wobei die Erzeugung von Investitionsgütern um 2,6 (minus 0,2) Prozent zunahm.

Die Produktion von Vorleistungsgütern sank um 0,2 (plus 1,6) Prozent, während die von Konsumgütern um 1,4 (minus 0,4) Prozent stieg. Die Energieerzeugung erhöhte sich um 2,9 (plus 3,8) Prozent, die Bauproduktion sank um 1,0 (plus 0,2) Prozent.

Das Niveau des Vorjahresmonats überstieg die Produktion im Mai arbeitstäglich bereinigt um 5,0 (Vormonat: 2,8) Prozent. "In der Tendenz ist die Produktion im produzierenden Gewerbe klar aufwärtsgerichtet", stellte das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) fest.

Zuwächse im Dreimonatsvergleich

Im Dreimonatsvergleich legte die Industrieproduktion im Mai um 2,1 Prozent zu. In der Produktion von Vorleistungs-, Investitions- und Konsumgütern gab es jeweils Zuwächse. Die Bauproduktion lag - auch aufgrund einer Aktualisierung des Berichtskreises - mit 6,1 Prozent ebenfalls kräftig im Plus.

"Die zum Jahresende 2016 starke Dynamik bei den Auftragseingängen übersetzt sich seit Jahresbeginn in eine lebhafte Ausweitung der Produktionszahlen", analysierte das Ministerium. "Im Mai ist die Industrieproduktion bereits das fünfte Mal in Folge gestiegen. Zudem erstreckt sich die Belebung auf die meisten Zweige der Industrie. In der Gesamtbewertung hat die Industriekonjunktur damit im laufenden Jahr an Schwung und Breite gewonnen."