Produktion,Auftragseingang,Stimmungumschwung

Die Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands ist am Ende des dritten Quartals deutlich schwächer als erwartet gewesen. - Bild: Bosch

Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen Rückgang um nur 0,6 Prozent erwartet. Der ursprünglich für August gemeldete Anstieg von 2,5 Prozent wurde auf 3,0 Prozent revidiert.

Das Niveau des Vorjahresmonats überstieg die Produktion arbeitstäglich bereinigt um 1,2 (Vormonat: plus 2,4) Prozent. Im gesamten dritten Quartal erhöhte sich die Produktion gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent. Im zweiten Quartal war es zu einem Rückgang um 0,8 Prozent gekommen.

Die Industrieproduktion im engeren Sinne verringerte sich im September um 1,7 Prozent, nachdem sie im August um 3,7 Prozent gestiegen war. Dabei sank die Erzeugung von Investitionsgütern um 2,4 (Vormonat: plus 5,5) Prozent. Die Herstellung von Vorleistungsgütern sank um 0,5 (plus 2,1) Prozent und die von Konsumgütern um 1,9 (plus 2,4 ) Prozent.

Die Bauproduktion verringerte sich um 1,5 (minus 0,1) Prozent, die Energieerzeugung sank um 3,1 (plus 0,9 ) Prozent.

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) bewertete die Entwicklung des gesamten dritten Quartals positiv: "Sieht man von den Schwankungen aufgrund von Brücken- und Ferientageeffekten ab, hat sich die Produktion des Produzierenden Gewerbes im dritten Quartal insgesamt stabil entwickelt", teilte es mit. Die leicht verbesserte Auftragssituation in der Industrie, das hohe Auftragsniveau im Baugewerbe sowie die Aufhellung der Stimmungsindikatoren sprächen für eine gewisse Belebung der Konjunktur im produzierenden Gewerbe in den kommenden Monaten.