Konjunktur

Die Produktion in Deutschland verzeichnet einen höheren Anstieg als gedacht. - Bild: Geralt/Pixabay

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) stieg die Produktion gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent.

Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen Anstieg von 0,6 Prozent prognostiziert. Im März war der Ausstoß nach revidierten Angaben um 1,1 (vorläufig: minus 1,3) Prozent gesunken.

Die Industrieproduktion stieg im April gegenüber dem Vormonat um 1,1 (Vormonat: minus 1,0) Prozent. Die Erzeugung von Konsumgütern erhöhte sich um 0,4 (0,0) Prozent. Die Herstellung von Vorleistungsgütern stagnierte, nachdem sie im Vormonat um 1,3 Prozent gesunken war. Die Produktion von Investitionsgütern dagegen stieg um 2,2 (minus 1,2) Prozent. Am Bau reduzierte sich die Produktion um 1,7 (minus 3,0) Prozent, während die Energieerzeugung um 1,1 (0,9) Prozent zunahm.

Nach Aussage des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) lag die Produktion damit leicht über dem Durchschnittsniveau des Vorquartals. Die Prognose hatte dagegen ein Minus von 0,5 Prozent impliziert.

Im Jahresabstand ergab sich ein Produktionsplus von 1,2 (Vormonat: 0,4) Prozent. Die Produktion im Baugewerbe und hier besonders im Bauhauptgewerbe erreichten das Niveau des ersten Quartals saisonbereinigt noch nicht wieder. Grund war vor allem das Ausbleiben der Frühjahrsbelebung nach dem milden Winter.

Das Fazit des Wirtschaftsministeriums: "Die Industrie dürfte nach der außenwirtschaftlich bedingten leichten Schwächephase im zweiten Halbjahr 2015 ihre moderate Belebung fortsetzen."