Produktion Deutschland gestiegen

Die Industrieproduktion erhöhte sich im Juni 2016 gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent. - Bild: Bosch

Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen Anstieg von 0,7 Prozent erwartet. Im Mai war die Produktion nach revidierten Angaben um 0,9 Prozent gesunken. Vorläufig hatte Destatis ein Minus von 1,3 Prozent gemeldet.

Gegenüber Juni 2015 ergab sich ein Produktionsanstieg von knapp 0,5 (Mai: minus 0,3) Prozent. Im zweiten Quartal sank die Produktion um knapp 1 Prozent. Analysten erwarten, dass das deutsche BIP im zweiten Quartal um nur 0,2 Prozent gestiegen ist. Im ersten Quartal, als es sich um 0,7 Prozent erhöht hatte, war die Produktion um 1,8 Prozent gestiegen.

Destatis wird die BIP-Daten für das zweite Jahresviertel am Freitag um 8.00 Uhr veröffentlichen.

Die Industrieproduktion erhöhte sich im Juni gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent, wobei die Erzeugung von Investitionsgütern um 3,5 Prozent ausgeweitet wurde. Die Herstellung von Vorleistungsgütern sank um 0,7 Prozent, während die von Konsumgütern um 1,2 Prozent zunahm. Die Produktion im Bausektor verringerte sich um 0,5 Prozent, die Energieerzeugung sank um 2,7 Prozent.

"Die schwache Entwicklung des produzierenden Gewerbes im zweiten Quartal ist maßgeblich auf witterungsbedingte Produktionsverschiebungen im Baugewerbe zurückzuführen. Dies war aufgrund des milden Winters erwartet worden", kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) die Zahlen. Die Rahmenbedingungen für das Baugewerbe seien nach wie vor positiv.

Für die Industrie erwartet das BMWi angesichts der verhaltenen Entwicklung der Auftragseingänge in den kommenden Monaten "eine eher moderate Aufwärtsentwicklung". Die Lageeinschätzung der Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe sei aber nach wie vor gut.