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Spezialisierung in China: Mehr als 40% der befragten Unternehmen gaben an, sich stärker auf die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen fokussiert zu haben, die sich auch besser an den Bedürfnissen der chinesischen Bevölkerung orientieren. - Bild: BMW

Im Gegenteil, deutsche Unternehmen bewerten die eigene Geschäftslage tendenziell besser als die allgemeine konjunkturelle Entwicklung in China.

Im Rahmen des weltweiten AHK World Business Outlook des Deutschen Industrie- und Handelskammertages hatte die Deutsche Handelskammer in China im April ihre Mitgliedsunternehmen speziell nach deren Reaktionen und Maßnahmen innerhalb der letzten Monate im Hinblick auf Chinas Transformation und das sich ändernde Wirtschaftsumfeld befragt. Die Rückmeldungen von 189 Mitgliedsunternehmen wurden ausgewertet.

Fast die Hälfte der befragten Unternehmen hat seit Mitte des vergangenen Jahres mit Kosteneinsparungen, zum Teil auch durch die Reduzierung der Mitarbeiterzahl, auf das langsamere Wirtschaftswachstum reagiert.

Mehr als 40% der befragten Unternehmen gaben an, sich stärker auf die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen fokussiert zu haben, die sich auch besser an den Bedürfnissen der chinesischen Bevölkerung orientieren.

Die Auswirkungen des neuen 13. Fünfjahresplans auf die eigenen Geschäftstätigkeiten bewerten über 90% der Unternehmen als positiv bzw. neutral.

Großer Absatzmarkt und Kooperation als Wachstumstreiber

Mehr als die Hälfte der Unternehmen sieht den weiteren Anstieg von Absatzmöglichkeiten im Inland als die größte Chance für die Entwicklung des eigenen Unternehmens in China. Die technische Aufwertung chinesischer Unternehmen bewerten rund 36% der befragten Unternehmen als positiv.

Dadurch könnten in Zukunft mehr hochwertigere Produkte und Maschinen an chinesische Kunden abgesetzt werden. Reformankündigungen der chinesischen Regierung sowie Maßnahmen zur Verbesserungen beim Umweltschutz und die Förderung von Innovationen werden zudem als positive Tendenz im Transformationsprozess Chinas bewertet, sollten jedoch aus Unternehmenssicht schneller umgesetzt werden.

AHK
Bild: Deutscher Industrie- und Handelskammertag

Aktuell bestehen bei 90% der befragten deutschen Unternehmen keine Pläne, China in den kommenden zwölf Monaten zu verlassen. Wichtige Reformen im Hinblick auf eine weitere Öffnung, die Ausweitung der Rolle der Marktkräfte sowie einen leichteren Marktzugang für Privatunternehmen zu bestimmten Wirtschaftsbereichen, könnten in Zukunft aber zu einer weiteren Verbesserung des Wirtschaftsumfeldes für Unternehmen beitragen.