Destatis BIP Quartal Wirtschaftswachstum 2016

Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden - im Bild der Sitz des Amtes - ist das BIP in Deutschland im zwieten Quartal um 0.4 Prozent gestiegen. - Bild: Destatis

Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen Zuwachs von nur 0,2 Prozent prognostiziert. Im ersten Quartal war die Wirtschaft um 0,7 Prozent gewachsen.

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das preisbereinigte BIP im zweiten Quartal um 3,1 Prozent und damit so stark wie seit fünf Jahren nicht mehr. Kalenderbereinigt betrug das Wachstum 1,8 (Vorquartal revidiert: 1,9) Prozent. Erwartet worden war ein kalenderbereinigtes Plus von 1,4 Prozent. Basis war ein vorläufiger Zuwachs im ersten Quartal von 1,6 Prozent gewesen.

Nach Angaben der Statistiker wurde das Wachstum vor allem vom Außenbeitrag gestützt. Auch die privaten Konsumausgaben und die Konsumausgaben des Staates stützten das Wachstum. Gebremst wurde das Wachstum hingegen durch schwache Bruttoinvestitionen. Besonders in Ausrüstungen und Bauten wurde nach einem starken ersten Quartal weniger investiert. Detaillierte Angaben zur Verteilung des Wachstums wird Destatis am 24. August veröffentlichen.

Die unerwartet starken deutschen Daten stützen die BIP-Vorabschätzung von Eurostat für den Euroraum von 0,3 Prozent. Die Behörde wird eine aktualisierte Schätzung um 11.00 Uhr veröffentlichen. Volkswirte rechnen mit einer Bestätigung der ersten Schätzung.

Für das italienische BIP prognostizieren Volkswirte 0,2 Prozent Wirtschaftswachstum. Das französische BIP hatte im zweiten Quartal laut der ersten Schätzung stagniert.