Dass 2014 deutlich mehr Wachstum heraus sprang, lag nahezu ausschließlich an einem starken

Dass 2014 deutlich mehr Wachstum heraus sprang, lag nahezu ausschließlich an einem starken Jahresbeginn. Im ersten Quartal war das BIP um 0,8 Prozent gestiegen. - Bild: Kurt Kleemann - Fotolia.com

Das Wirtschaftwachstum in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr wie erwartet verstärkt und die höchste Zuwachsrate seit 2011 erreicht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,5 Prozent.

Das entsprach exakt der Erwartung der von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte. 2013 und 2012 war das BIP lediglich um 0,1 bzw 0,4 Prozent gestiegen. 2011 hatte die Wirtschaft mit 3,6 Prozent einen kräftigen Sprung gemacht.

Dass 2014 deutlich mehr Wachstum heraus sprang, lag nahezu ausschließlich an einem starken Jahresbeginn. Im ersten Quartal war das BIP um 0,8 Prozent gestiegen. Dem folgten ein 0,1-prozentiger Rückgang und ein 0,1-prozentiger Anstieg. Daten für das vierte Quartal werden die Statistiker erst im Februar vorlegen.

Getragen wurde das Wachstum im vergangenen Jahr vom Außenhandel, vom Konsum und den Investitionen. Der private Konsum legte 2014 um 1,1 Prozent zu, nachdem er 2013 um 0,8 Prozent gestiegen war. Der Staat konsumierte 1,0 (Vorjahr: 0,8) Prozent mehr.

Stark erholt zeigten sich die Ausrüstungsinvestitionen. Sie stiegen um 3,7 Prozent, nachdem sie 2013 um 2,4 Prozent zurückgegangen waren. Die Bauinvestitionen nahmen um 3,4 Prozent zu. 2013 waren sie um 0,1 Prozent gesunken. Die Sonstigen Anlagen erhöhten sich um 1,2 (1,3) Prozent.

Die Ausfuhren legten 2014 um 3,7 (1,6) Prozent zu und die Einfuhren um 3,3 (3,1) Prozent.
Der Finanzierungssaldo des Staates war wie schon in den beiden Vorjahren positiv. Der Überschuss belief sich auf 11,9 Milliarden Euro bzw. 0,4 Prozent des BIP. 2012 und 2013 hatten sich positive Salden von je 0,1 Prozent errechnet.

Dow Jones Newswires/Marina Reindl