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Die deutsche Wirtschaft hat 2016 stärker zugelegt als im Jahr zuvor. - Bild: Pixabay

Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte haben damit das Wachstum richtig vorausgesagt. Im Jahr 2015 war die Wirtschaft um 1,7 Prozent gewachsen.

"Die konjunkturelle Lage in Deutschland war gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum", sagte Destatis-Präsident Dieter Sarreither bei der Vorstellung der Zahlen. Treiber des Wachstums war erneut der starke Konsum.

Die privaten Konsumausgaben nahmen mit einem Plus von 2,0 Prozent genauso stark zu wie im Vorjahr. Deutlich ausgeweitet wurden die Konsumausgaben des Staates, die um 4,2 Prozent und damit um 1,5 Prozentpunkte stärker als 2015 kletterten.

Die Exporte, jahrelang Stütze der Konjunktur, nahmen nur um 2,5 Prozent zu, womit sich das Exportwachstum mehr als halbierte. Die Importe zogen mit 3,4 Prozent an und blieben damit unter dem Zuwachs aus dem vergangenen Jahr (plus 5,5 Prozent). Der Außenhandel leistete damit keinen Wachstumsbeitrag.

Achillesferse der deutschen Wirtschaft bleiben die Ausrüstungsinvestitionen in neue Maschinen und Produktionsanlagen, die nur um 1,7 Prozent stiegen. Im Jahr davor waren es immerhin 2 Prozentpunkte mehr. Die Bauinvestitionen lagen angetrieben von niedrigsten Zinsen hingegen um 3,1 Prozent über dem Vorjahr.

Der deutsche Staat schloss das alte Jahr erneut mit einem Überschuss ab. Mit 19,2 Milliarden Euro blieb er aber unter dem Wert von 2015, als das Plus in der Staatskasse 20,9 Milliarden Euro betrug.