WIESBADEN (DJ/ilk) Zudem revidierte die Statistikbehörde das Ergebnis für das erste Quartal deutlich nach oben, und zwar auf plus 0,5%. Bisher war ein Zuwachs um lediglich 0,2% gegenüber dem Vorquartal berichtet worden. Der zum Jahreswechsel 2009/2010 ins Stocken geratene Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat sich der Statistikbehörde zufolge damit “eindrucksvoll zurückgemeldet”.

Auch im Vorjahresvergleich hat die Wirtschaftsleistung im zweiten Vierteljahr kräftig zugelegt: Das preisbereinigte BIP stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,1%. Kalenderbereinigt belief sich der Zuwachs im Jahresvergleich auf 3,7%. Ökonomen hatten einen Anstieg um lediglich 2,6% prognostiziert. Im ersten Quartal hatte der Anstieg auf Jahressicht kalenderbereinigt revidiert 2,0% (bisher: plus 1,6%) betragen.

Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Die Dynamik der Investitionen und des Außenhandels hatten dabei den größten Anteil am Aufschwung, aber auch die privaten und staatlichen Konsumausgaben trugen zum Wachstum des BIP bei.

Die Wirtschaftsleistung wurde im zweiten Quartal von 40,3 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht, das waren 72.000 Personen oder 0,2% mehr als ein Jahr zuvor.

Neben der Erstberechnung des zweiten Quartals wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse der vergangenen vier Jahre überarbeitet. Den revidierten Ergebnissen zufolge sank die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Krisenjahr 2009 um 4,7%. Bisher war der Rückgang mit 4,9% angegeben worden. Im Jahr 2008 stieg das BIP um revidiert 0,7% (bisher: plus 1,0%), im Jahr 2007 um 2,8% (bisher: plus 2,6%) und im Jahr 2006 um 3,6% (bisher: plus 3,4%). Die vergleichsweise großen Korrekturen hängen mit der in der jüngsten Vergangenheit stark schwankenden Konjunktur zusammen.