Der Auftragseingang der deutschen Industrie hat sich im Februar deutlich schwächer als erwartet entwickelt, was an rückläufigen Bestellungen von Investitions-, und Konsumgütern lag.

Der Auftragseingang der deutschen Industrie hat sich im Februar deutlich schwächer als erwartet entwickelt, was an rückläufigen Bestellungen von Investitions-, und Konsumgütern lag. - Bild: Geralt/Pixabay

Die Januar-Daten wurden aufwärts revidiert. Nach Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) sanken die Auftragseingänge im Februar gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten dagegen einen Anstieg um 0,2 Prozent prognostiziert.

Für Januar nannte das Ministerium einen Anstieg von 0,5 Prozent. Ursprünglich war ein Minus von 0,1 Prozent gemeldet worden. Das Ausmaß an Großaufträgen war laut BMWi stark unterdurchschnittlich. Ohne deren Berücksichtigung stiegen die Aufträge um 0,3 Prozent. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern stieg im Februar um 1,7 Prozent, während die Auftragseingänge für Konsum- und Investitionsgüter um 2,1 bzw. 7,3 Prozent sanken.

Der Auftragseingang aus dem Inland stieg um 0,9 Prozent, der aus dem Ausland sank um 2,7 Prozent. Die Bestellungen aus dem Euroraum gingen um 3,7 Prozent zurück, die aus dem übrigen Ausland um 2,1 Prozent.

Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich Januar/Februar gegenüber November/Dezember nahmen die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe um 0,4 Prozent ab. Nach Einschätzung des BMWi spiegeln die zurückhaltenden Auftragseingänge die schleppende Entwicklung der globalen Wirtschaft wider. Ohne die schwankenden Großaufträge blieben die Bestellungen "in der Tendenz aufwärts gerichtet". Insgesamt sei mit einer "moderat aufwärtsgerichteten Industriekonjunktur" zu rechnen.