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Die deutschen Exporte sind im September gesunken. - Bild: Pixabay

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) lagen die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,9 Prozent höher.

Die Importe fielen im September um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 79,2 Milliarden Euro. Auf Jahressicht ergab sich ein Rückgang von 1,4 Prozent.

Kalender- und saisonbereinigt ergab sich im September ein Außenhandelsüberschuss von 21,3 Milliarden Euro. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem Aktivsaldo von 23,0 Milliarden Euro gerechnet. In unbereinigter Rechnung schloss die Außenhandelsbilanz den September mit einem Überschuss von 24,4 Milliarden Euro ab.

Der Überschuss in der Leistungsbilanz betrug nach vorläufigen Berechnungen der Bundesbank 24,2 Milliarden Euro. Ökonomen hatten 24,5 Milliarden Euro erwartet.

Besonders lahm lief das Exportgeschäft mit Ländern außerhalb der EU, den sogenannten Drittstaaten, zu denen etwa China, Russland, Brasilien und auch die USA zählen. Die Ausfuhren in diese Länder sanken im September um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Exporte in die EU-Länder wuchsen nur verhalten. Die Ausfuhren in die Eurozone kletterten um 2,3 Prozent, das Exportgeschäft mit EU-Ländern, die nicht der Eurozone angehören, wie Großbritannien und Polen, legte um 2,2 Prozent zu.

Viele deutsche Firmen fahren in diesen unsicheren Zeiten ihr Engagement im Ausland zurück. Der Außenhandelsverband BGA erwartet für das laufende Jahr bei den Ausfuhren dennoch ein leichtes Plus von bis zu 2 Prozent auf 1.220 Milliarden Euro. Die hohe Dynamik, mit der die Exporte in den vergangenen Jahren wuchsen, dürfte jedoch Geschichte sein. BGA-Chef Anton F. Börner kennt auch den Hauptgrund dafür: "An allen Ecken und Enden der Welt kriselt es."