Im deutschen Außenhandel purzeln trotz zahlreicher Krisen auf der Welt die Rekorde. Im Jahr 2014

Im deutschen Außenhandel purzeln trotz zahlreicher Krisen auf der Welt die Rekorde. Im Jahr 2014 kletterten Exporte, Importe und der Außenhandelsüberschuss auf neue Höchstwerte. - Bild: NSBA

Es wurden Waren im Wert von 1.133,6 Milliarden Euro ausgeführt, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) meldete. Damit wurde der bisherige Exportrekord von 1.095,8 Milliarden Euro aus dem Jahr 2012 übertroffen. Auch die Importe von 916,5 Milliarden Euro übertrafen 2014 den bisherigen Höchstwert aus 2012 von 905,9 Milliarden Euro.

Die Außenhandelsbilanz schloss 2014 mit dem bislang höchsten Überschuss von 217,0 Milliarden Euro ab. Damit wurde der bisherige Höchstwert von 195,3 Milliarden Euro aus 2007 deutlich übertroffen. Im Jahr 2013 hatte der Überschuss im Außenhandel 195,0 Milliarden Euro betragen.

Der Überschuss in der Leistungsbilanz betrug nach vorläufigen Berechnungen der Bundesbank im vergangenen Jahr 215,3 Milliarden nach 189,2 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

Im Dezember 2014 stiegen die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 3,4 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 98,7 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 10,0 Prozent höher.

Das Importgeschäft ließ im Dezember etwas nach. Auf Monatssicht sanken die Einfuhren um 0,8 Prozent auf 76,9 Milliarden Euro, im Jahresabstand lagen sie um 4,0 Prozent höher.

Im Resultat schloss die Außenhandelsbilanz im Dezember mit einem Überschuss von 19,1 Milliarden Euro ab. Kalender- und saisonbereinigt ergab sich ein Außenhandelsüberschuss von 21,8 Milliarden Euro. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten nur mit einem Aktivsaldo von 18,8 Milliarden Euro gerechnet.

Der Überschuss in der Leistungsbilanz betrug nach vorläufigen Berechnungen der Bundesbank im Dezember 25,3 Milliarden Euro. Ökonomen hatten einen Aktivsaldo von lediglich 19,5 Milliarden Euro erwartet.

Die Exportstärke Deutschlands ist in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten. Deutschland wird vorgeworfen, die Eurozone in ein Ungleichgewicht zu bringen, weil es zuviel Waren ausführe und zu wenige importiere. Das führe die Importländer in eine Verschuldung gegenüber Deutschland, gleichzeitig exportiere Deutschland Kapital und mache sich damit abhängig von der Zahlungsfähigkeit anderer Länder.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke