Rückläufige Entwicklung beim Auftragseingang im August. Foto: Pixabay

Rückläufige Entwicklung beim Auftragseingang im August. Foto: Pixabay

Die Bestellungen fielen gegenüber Juli preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt um 1,8 Prozent, wie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen ein Orderplus von 0,3 Prozent erwartet.

Auch im Juli lief der Ordereingang erheblich schlechter als zunächst berichtet: Statt wie ursprünglich gemeldet um 1,4 Prozent fielen die Bestellungen nach revidierten Daten um 2,2 Prozent. Im Zweimonatsvergleich Juli/August gegenüber Mai/Juni schwächten sich die Bestellungen um 2,2 Prozent ab.

Im August waren die Aufträge aus dem Inland um 2,6 Prozent und die Auslandsaufträge um 1,2 Prozent niedriger als im Vormonat. Die Bestellungen aus der Eurozone legten um 2,5 Prozent zu, während der Auftragseingang aus dem restlichen Ausland um 3,7 Prozent einbrach.

Über alle Produktgruppen hinweg waren die Orders rückläufig: Die Bestellungen von Investitionsgütern nahmen um 2,8 Prozent ab, die von Konsumgütern um 1,5 Prozent und die von Vorleistungsgütern um 0,4 Prozent.

Nach der starken Belebung im zweiten Quartal mit einem Plus von 2,9 Prozent hätten sich die Auftragseingänge zuletzt schwach entwickelt, stellten die Experten von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) fest. Allerdings sei der Rückgang im August durch Ferieneffekte überzeichnet. Die Impulse aus Ländern außerhalb des Euroraums erschienen "gegenwärtig weniger verlässlich", erklärten die Experten.