Die Exportbestellungen lassen laut dem Datendienstleister Markit spürbar nach, gleichzeitig

Die Exportbestellungen lassen laut dem Datendienstleister Markit spürbar nach, gleichzeitig entspannt sich die Lage bei den Lieferzeiten (Bild: Clupix images - Fotolia.com).

LONDON (Dow Jones/ks)–Wie der Datendienstleister Markit Economics am Donnerstag im Rahmen der ersten Veröffentlichung mitteilte, fiel der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes auf 54,9 Zähler von 57,7 im Mai und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 17 Monaten. Volkswirte hatten im Mittel einen leichteren Indexrückgang auf 56,9 prognostiziert.

Der Index für den Servicesektor kletterte allerdings auf 58,3 Punkte von 56,1 im Vormonat und erreichte damit das höchste Niveau seit drei Monaten. Ökonomen hatten dagegen einen Rückgang des Index auf 55,7 erwartet.

Der aggregierte Sammelindex, der auf dem Produktionsindex für das verarbeitende Gewerbe und dem Index des Dienstleistungsbereichs basiert, verbesserte sich leicht auf 57,3 Zähler von 57,1 im Vormonat. Er liegt damit weiterhin weit über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

“Die markante Abkühlung in der Industrie hat die deutliche Wachstumsbeschleunigung im Servicesektor im Juni in den Schatten gestellt”, kommentierte Markit-Ökonom Tim Moore. Die gedämpfte Industrieproduktion stehe in direktem Zusammenhang mit den spürbar nachlassenden Exportbestellungen. “Insgesamt hat die globale Konjunktur an Fahrt verloren, was jedoch den Vorteil hatte, dass es bei den Lieferzeiten zur deutlichsten Entspannung seit Januar 2010 gekommen ist, fügte Moore hinzu.