Gebremst wurde das Wachstum durch schwache Bruttoinvestitionen. Insbesondere in Bauten wurde weniger

Gebremst wurde das Wachstum durch schwache Bruttoinvestitionen. Insbesondere in Bauten wurde weniger investiert, im ersten Quartal hatte sich hier noch ein eher robusterer Trend gezeigt. Zudem gab es einen merklichen Vorratsabbau. - Bild: Fotolia

Das Bruttoinlandsprodukt legte von April bis Juni um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Im ersten Quartal waren nur 0,3 Prozent verzeichnet worden. Von Dow Jones befragte Volkswirte hatten allerdings mit 0,5 Prozent im zweiten Quartal gerechnet.

Vor allem eine gute Exportentwicklung sorgte für positive Impulse. Begünstigt vom schwachen Euro stiegen die Exporte nach vorläufigen Berechnungen sehr viel stärker als die Importe. Vor allem die Warenexporte legten nach Angaben der Statistiker gegenüber dem Vorquartal deutlich zu. Zweite, wenn auch kleinere Stütze waren die privaten und staatlichen Konsumausgaben, die sich den Angaben zufolge weiter positiv entwickelten.

Gebremst wurde das Wachstum durch schwache Bruttoinvestitionen. Insbesondere in Bauten wurde weniger investiert, im ersten Quartal hatte sich hier noch ein eher robusterer Trend gezeigt. Zudem gab es einen merklichen Vorratsabbau.

Im Vorjahresvergleich erhöhte sich das BIP im zweiten Quartal um 1,6 Prozent. Die von Dow Jones befragten Experten waren hier etwas vorsichtiger und hatten 1,5 Prozent vorhergesagt.

Die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal wurde von 42,8 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht, das waren 175.000 Personen oder 0,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht