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Laut DIW legt die deutsche Wirtschaft einen "robusten Jahresabschluss" hin. - Bild: DIW

Damit liegt die Kennzahl klar über der Marke von 100 Punkten, die einen durchschnittlichen Zuwachs der Wirtschaftsleistung anzeigt. "Die Industrie dürfte wieder etwas Fahrt aufnehmen, und insgesamt dürfte die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung des DIW Berlin im vierten Quartal um 0,4 Prozent wachsen", erklärte das Institut.

"Die deutsche Wirtschaft legt zum Jahresende noch mal einen Zahn zu", konstatierte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Zuletzt habe sich vor allem die Auftragslage der Unternehmen deutlich verbessert, und auch die Stimmung in den Unternehmen habe sich nochmals aufgehellt. Der private Verbrauch dürfte die Konjunktur nach der Erwartung der Ökonomen weiter anschieben, weil die Einkommen der privaten Haushalte weiter spürbar steigen. Allerdings werde der private Konsum nicht dauerhaft an die Zuwächse der vergangenen Quartale anknüpfen können.

Die Exporte dürften sich zum Jahresende robust entwickeln. Die Bestellungen aus dem Ausland hätten zuletzt zugelegt, und auch die Unternehmen hätten mit Blick auf das Exportgeschäft wieder verhaltene Zuversicht gezeigt. "Das geopolitische Umfeld ist derzeit ungünstig", warnte Fichtner aber. "So werden die deutschen Exporte in den kommenden Monaten wohl unter den Folgen des Brexit-Votums leiden." Hinzu kämen weltweit protektionistische Tendenzen, die nach der US-Wahl möglicherweise zunähmen. In diesem Umfeld dürften die Unternehmensinvestitionen verhalten bleiben.