DIW prognose wachstum wirtschaftswachstum

Das DIW hat seine Wachstumsprognose für Deutschland nach unten korrigiert. - Bild: DIW

Damit nahm das Institut seine Prognose noch einmal nach unten. Bisher lautete die Wachstumsvorhersage auf 1,1 Prozent. Damit gehören die Berliner zu den skeptischsten Konjunkturforschern. "Die deutsche Wirtschaft wird wohl im kommenden Jahr einen deutlichen Dämpfer erhalten.

Das Brexit-Votum der britischen Bevölkerung schafft Unsicherheit und wird weltweit viele Unternehmen veranlassen, ihre Investitionen aufzuschieben", sagte DIW-Chef Marcel Fratzscher. Gerade der deutsche Maschinenbau werde weniger in das Vereinigte Königreich exportieren können, weil die Unternehmen auf der Insel weniger investieren dürften.

Neben dem DIW legten am Donnerstag auch das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) und das RWI aus Essen neue Zahlen vor, die für nächstes Jahr optimistischer sind. Während das RWI mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,4 Prozent rechnet, sagt das IfW ein Plus von 1,7 Prozent voraus.

Für das laufende Jahr ist das DIW allerdings zuversichtlicher. Statt auf 1,6 lautet die Schätzung nun auf ein Wachstum von 1,9 Prozent. Nach dem Durchhänger 2017 wird die Dynamik im übernächsten Jahr wieder auf 1,6 Prozent zulegen. Der Staat wird in allen drei Jahren mit Überschüssen abschließen, die mit der Zeit aber merklich kleiner werden.