BERLIN (Dow Jones/ks)–”Insbesondere die Nachholeffekte am Bau werden für einen deutlichen Zuwachs zum Jahresauftakt sorgen”, erklärte Ferdinand Fichtner, Leiter des DIW-Querschnittsbereiches Konjunkturpolitik, am Dienstag in Reaktion auf die Veröffentlichung der Wachstumszahlen des Statistischen Bundesamtes für das Schlussquartal 2010.

Neben der anhaltend starken Exportnachfrage wird nach Einschätzung des Konjunkturexperten auch der Konsum eine Stütze des Aufschwungs bleiben. “Dennoch wird sich das starke Wachstum des vergangenen Jahres nicht wiederholen”, sagte Fichtner. Im Jahresdurchschnitt rechnet das DIW mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 2,2%.

Der BIP-Anstieg von 0,4% im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal sei zwar ein ordentliches Plus. Im Jahresverlauf 2010 sei es jedoch die schwächste Wachstumsrate gewesen. Das DIW macht dafür vor allem den strengen Winter verantwortlich. Die Bauproduktion etwa sei im Dezember um rund ein Viertel eingebrochen.