Hafen, Hamburg

Die Prognose des DIW fällt für das restliche Jahr positiv aus. - Bild: Pixabay

Das Konjunkturbarometer des DIW signalisiere im November eine leichte Beschleunigung des Wirtschaftswachstums zum Jahresende, erklärten die Berliner Ökonomen. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte nach ihren Berechnungen im Schlussquartal mit 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal etwas stärker zulegen als im dritten Quartal, als es um 0,2 Prozent gestiegen war.

Der Stand des Barometers liegt laut DIW mit 101 Punkten knapp über der Marke von 100 Punkten, die einen durchschnittlichen Zuwachs der Wirtschaftsleistung anzeigt.

"Die derzeit hohen Unsicherheiten - etwa über die künftige Ausrichtung der US-amerikanischen Politik, die Folgen des Brexit-Votums und die Auswirkungen des Verfassungsreferendums in Italien - konnten die deutsche Wirtschaft bislang nicht aus der Spur bringen", betonte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner.

Verhaltener Aufwärtstrend

Die Industrie werde wohl angesichts einer sich insgesamt erholenden Weltkonjunktur auf einen Aufwärtstrend einschwenken, der jedoch insgesamt nur verhalten ausfallen dürfte. Auch wenn der Beschäftigungsaufbau zuletzt an Schwung eingebüßt habe, bleibe die Lage am Arbeitsmarkt insgesamt günstig, und die Lohnzuwächse dürften sich mit unvermindertem Tempo fortsetzen.

Fichtner warnte allerdings auch vor sich bereits abzeichnenden Auswirkungen der vorhandenen Risiken. "Die Unternehmen haben ihre Ausrüstungsinvestitionen deutlich zurückgefahren, und auch die Exporte sind nicht zuletzt wegen des Brexits etwas gesunken", sagte der DIW-Konjunkturchef.