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Das DIW in Berlin hat seine Wachstumsschätzung für das nächste Jahr leicht erhöht. - Bild: DIW

Das laufende Jahr wird die deutsche Volkswirtschaft wohl mit einem Plus von 1,8 Prozent abschließen und damit 0,1 Prozentpunkte schwächer als bisher erwartet. Die Verlangsamung des Wachstums in 2017 hat vor allem kalendarische Gründe, da das kommende Jahr weniger Arbeitstage aufweist. Für 2018 bleibt das DIW bei seiner Prognose eines BIP-Anstiegs von 1,6 Prozent.

Die Konjunkturexperten warnen aber vor großen Gefahren für die Konjunktur: "Wahlen in mehreren europäischen Ländern, harte Brexit-Verhandlungen und strukturelle Probleme etwa im italienischen Bankensektor könnten die Wirtschaftsentwicklung gefährden." Wachstumstreiber hierzulande bleibe der private Verbrauch. Die Arbeitslosigkeit dürfte gering bleiben.

Für den Bundesfinanzminister sind die fetten Jahre nach den Berechnungen des DIW jedoch gezählt. Die hohen Budgetüberschüsse des deutschen Staates werden 2017 deutlich abschmelzen - von 26 Milliarden Euro in diesem auf dann nur noch 4 Milliarden Euro. Im Jahr 2018 werden sie ganz verschwinden. Dann sind leichte Defizite wahrscheinlich.