ZEW Konjunkturerwartungen Konjunktur August

Laut ZEW haben sich Deutschlands Konjunkturerwartungen im August verbessert. - Bild: ZEW

Das Barometer erreichte damit wieder den positiven Bereich, nachdem es im Juli wegen des britischen Votums für den Ausstieg aus der Europäischen Union in den Minusbereich gerutscht war. Die Erholung fiel aber schwächer aus als erwartet, denn von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 2,0 Punkte vorausgesagt.

Allerdings schätzten die Analysten die konjunkturelle Lage in Deutschland im August deutlich positiver ein als angenommen. Der Index der Lagebeurteilung erhöhte sich auf 57,6 von 49,8 Punkten. Erwartet worden war hingegen ein Rückgang auf 49,5.

"Die ZEW-Konjunkturerwartungen erholen sich etwas vom Brexit-Schock", konstatierte ZEW-Präsident Achim Wambach. Nach wie vor erschwerten aber vor allem politische Risiken innerhalb und außerhalb der EU einen optimistischeren Konjunkturausblick für Deutschland. Zudem sah Wambach "weiterhin Unsicherheit bezüglich der Widerstandsfähigkeit des EU-Bankensektors".

Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone verbesserten sich im August ebenfalls. Der entsprechende Indikator stieg um 19,3 Punkte gegenüber dem Vormonat auf 4,6. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum verbesserte sich um 2,1 auf minus 10,3 Zähler.