Die Unternehmen der Elektroindustrie bleiben auch angesichts der sich eintrübenden Konjunktur

Die Unternehmen der Elektroindustrie bleiben auch angesichts der sich eintrübenden Konjunktur optimistisch für das kommende Vierteljahr (Bild: Matthias Krüttgen - Fotolia.com).

FRANKFURT (ks). Die Ausfuhren übertrafen damit im August ihren Vorjahreswert um 4,5%. “Insgesamt zeigt sich das Exportwachstum weiter in robuster Verfassung”, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. In den ersten acht Monaten 2011 stiegen die Elektroausfuhren um 9% gegenüber dem Vorjahr auf 98,3 Mrd. Euro.

Mit einem Plus von 1% auf 10,4 Mrd Euro übertrafen auch die Importe von Elektroerzeugnissen nach Deutschland ihren Vorjahresstand im August leicht. Sie legten damit nach zwei rückläufigen Monaten wieder zu. Kumuliert von Januar bis August 2011 summierten sich die Elektroeinfuhren auf 83,5 Mrd Euro – plus 3% gegenüber Vorjahr.

Im vergangenen Jahr gingen mit 19 Mrd Euro bereits 13% der deutschen Elektroexporte in die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika). Im Jahr 2000 waren es erst 5 Mrd Euro bzw. 6%. “Zwischen 2000 und 2010 haben sich die Ausfuhren in die BRICS-Länder damit fast vervierfacht – wohingegen die Elektroexporte nach Europa, der nach wie vor mit Abstand wichtigsten Abnehmerregion, um knapp ein Viertel zulegen konnten”, so Gontermann. Die gesamten Branchenausfuhren erhöhten sich in diesem Zeitraum um 40%. Auch in den ersten acht Monaten des Jahres entwickelten sich die Exporte in die BRICS-Staaten mit plus 23% gegenüber Vorjahr dynamischer als die Ausfuhren nach Europa (plus 7%).

Trotz der sich eintrübenden Aussichten für das Weltwirtschaftswachstum sowie der andauernden Schuldenkrise insbesondere im Euroraum haben sich die Exporterwartungen der Elektrounternehmen im Oktober dieses Jahres den zweiten Monat in Folge etwas verbessert: “Neun von zehn Elektrounternehmen erwarten stabile oder sogar zunehmende Ausfuhrgeschäfte im nächsten Vierteljahr”, erklärte Gontermann.